Schon vor einiger Zeit haben wir hier bekannt gegeben, dass wir mit Fingerhaus ein Haus bauen wollen – und zwar ein VIO 211. Allerdings haben wir nie begründet warum ausgerechnet Fingerhaus und warum es ein VIO geworden ist.
Die Tatsache, dass mittlerweile die Suchbegriffe “Fingerhaus Vio” die häufigsten sind, die auf unsere Seite führen, habe ich dann als Anlass genommen das Thema nochmal aufzugreifen – für alle die, die eventuell noch in der Entscheidungsphase sind.
Also warum Fingerhaus?
Das Ganze fing damit an, dass ich auf der SILA 2008 vielleicht eine Sekunde zu lange am Stand von Fingerhaus stehen geblieben bin, so dass mich die Verkäuferin dort angesprochen hat … aber Bauen war damals für uns noch garkein akutes Thema, ich hab nur ein Prospekt mitgenommen. Als wir dann Anfang 2009 über Bauen nachgedacht haben, fiel mir Fingerhaus wieder ein – also war das unser erster Kontakt. Irgendwie hatten wir von Anfang an mit Fingerhaus ein positives Bausgefühl, weil man das Gefühl vermittelt bekam in guten Händen zu sein. Wir haben uns Musterhäuser in Frankenberg, Marburg, Gießen und Bad Vilbel angeschaut. Mit unserer Verkäuferin hatten wir einige Treffen in denen auf alle unsere Fragen eingegangen wurde und wir relativ schnell sogar schon Grundrisse, Zeichnungen und Angebote für unser zukünftiges Zuhause hatten. Alles lief in angenehmer Atmosphäre und ohne Druck ab. Darüberhinaus hatten wir auf dem Bauinfotag in Frankenberg und bei einer persönlichen Besichtigung der Fertigung und des Bauherren-Zentrums (Bemusterung) die Möglichkeit uns einen tieferen Einblick in die Arbeit von Fingerhaus zu verschaffen. Für Recherchen gebrauche ich Google logischerweise ebenfalls sehr intensiv: hier findet man hunderte Bautagebücher von zufriedenen Fingerhaus-Kunden, über die man sich perfekt über fast alles rund um den Bau mit Fingerhaus informieren kann – und negative Einträge findet man sehr selten.
Aber das Wichtigste: Wir glauben mit Fingerhaus einen soliden und seriösen Partner gefunden zu haben, von denen wir ein qualitativ hochwertiges und energieeffizientes Haus bekommen. Das Haus ist trotzdem nicht “von der Stange”, da man durch den eigenen Geschmack sehr viel individuell gestalten kann. Fingerhaus gehört sicherlich nicht zu den günstigsten Fertighaus-Anbietern, allerdings denken wir, dass das Geld dort gut angelegt ist.
Natürlich haben wir uns auch andere Firmen angeschaut (Massiv- und Holzständerbauweise). Die haben sich allerdings durch die Bank weg selbst disqualifiziert. Hier erlebt man echt so Einiges:
- extrem aufdringliche Verkäufer, die man schon nach dem ersten Kontakt nie wieder sehen will
- Verkäufer, die schon im ersten Gespräch wissen wollen, wann man denn den Vertrag unterschreibt
- Verkäufer, die andere Firmen schlecht reden
- Verkäufer, die es in 8 Wochen nicht schaffen ein Angebot abzugeben, und sich auch nicht melden, um mal nen Status abzugeben
- Besuche in katastrophalen “Referenz-Häusern”
- usw. …
Bei den Punkten 2 – 4 handelt es sich übrigens um den gleichen Verkäufer – von BosHaus. Hier können wir nur raten: Finger weg!
Zum Schluss waren wir uns sicher: wenn Fertighaus, dann Fingerhaus.Der härteste Konkurrent von Fingerhaus war zum Schluss eigentlich nur die Alternative komplett alles selbst in die Hand zu nehmen und massiv zu bauen, da mein Schwiegervater Maurer ist. Allerdings hatten wir hier Angst vor den absolut unüberschaubaren Aufgaben und Entscheidungen, die hier auf uns zugekommen wären … ganz zu Schweigen vor der wahrscheinlich nie enden wollenden Arbeit – schließlich sind wir beide voll berufstätig.
Also haben wir uns für Fingerhaus entschieden. Hier sind wir uns sicher: der Ablauf und Zeitplan ist vorgegeben, sehr viele Aufgaben werden von Fingerhaus übernommen, und wir haben einen Ansprechpartner für Alles – keine Schnittstellen zwischen sämtlichen Handwerkern.
… und es bleibt noch ein bisschen Zeit übrig, um ein eigenes Bautagebuch zu schreiben ;-)
Warum ein VIO?
Bleibt noch die Frage offen warum wir uns für den Haustyp VIO entschieden haben. Dazu kann ich nur sagen: die Aktion war mal wieder typisch für uns zwei. Eigentlich sollte es bis zur letzten Minute ein MEDLEY 201 werden, dafür hatten wir auch Grundrisse, Zeichnungen und Angebote. Das MEDLEY wird übrigens überwiegend an Junge Pärchen verkauft, weil’s das günstigste Haus von Fingerhaus ist.
Einige Tage bevor wir zur Vertragsunterzeichnung fahren wollten, habe ich auf der Fingerhaus-Seite einen Hinweis auf den neuen Haustyp VIO entdeckt, allerdings ohne weitere Infos … “vielleicht ist das trotzdem interessant für uns”, hab ich noch gedacht … also sind wir zur Vertragsunterzeichnung und letzten Verhandlung gefahren und da habe ich Hr. Skroch auf das VIO angesprochen. Der hat uns dann die Grundrisse vorgelegt … wir haben uns angeschaut, und waren beide sofort der Meinung, dass das interessanter als das MEDLEY ist. Das Haus ist nach hinten 1 Meter breiter (oder tiefer – je nach dem wie man das Haus stellt), man hat also irgendwie mehr Platz die Räume vernünftig unterzubringen. Die Treppe ist anders und verbraucht daher weniger Platz und im DG sind die Räume ebenfalls größer. Naja, und vom Preis her war das Haus für uns dann ebenfalls interessanter, da ein paar Details, für die wir beim MEDLEY Aufpreis bezahlt hätten, schon enthalten sind.
Also haben wir Alles über den Haufen geworfen und den Vertrag für ein VIO 211 unterschrieben … irgendwie schon verrückt, aber für solche Aktionen sind wir bekannt. Dafür gehören wir bestimmt zu den ersten, die ein VIO bauen.
Unseren individuellen Grundriss besprechen wir am kommenden Freitag im Planungsgespräch. Ich bin sehr gespannt!
Für alle, die auf der Fingerhaus-Seite das VIO entdeckt haben und dort keine weiterführenden Infos finden konnten: die Nachfrage beim Verkäufer lohnt sich auf jeden Fall. Das Haus ist eine super Alternative zum MEDLEY, sowohl vom Grundriss als auch vom Preis!
So, das reicht jetzt aber auch! Wer konkrete Fragen hat, kann diese gerne hier posten …
> … und wir haben einen Ansprechpartner für Alles
> – keine Schnittstellen zwischen sämtlichen Handwerkern.
Das wird dir leider nicht erspart bleiben. Es sei denn, du baust ein Haus ganz ohne Keller, Terrasse, Garagenzufahrt usw. Den Schuh “Generalunternehmer für das Gesamtprojekt” zieht sich Fingerhaus nämlich nicht an- auch wenn es sich in den Verkaufsgesprächen so anhört.
Gruß
Frank
OK, da gebe ich Dir Recht. Vielleicht hätte ich schreiben sollen “geringere Schnittstellen” als beim Selbstbau. Ich meine damit, dass zumindest das Haus “aus einer Hand” kommt. Wir bauen mit Keller, den wir allerdings komplett selbst machen (mein Schwiegervater ist Maurer und kennt sich recht gut aus).
Und, wie ist es nun gelaufen bei Euch?
Hat Alles gut geklappt und seid Ihr zufrieden mit Eurem Haus?
Wir überlegen, auch mit FH zu bauen, wäre also hilfreich.
Danke im Voraus