.: Avantasia – endlich zurück!
Posted on Januar 29, 2008
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Von der ersten Ankündigung, dass es ein drittes Avantasia-Album geben wird, bis zur Veröffentlichung letzten Freitag ist doch tatsächlich über 1 Jahr vergangen … 1 Jahr, in dem ich immer wieder gespannt war, was einen wohl erwartet. Und dank Amazon hatte ich die CD am Tag der Veröffentlichung im Briefkasten und kann mir endlich ein eigenes Bild machen ;-)
Also, Amazon-Päckchen aufgerissen und ich hielt einen sehr edlen Digipack in der Hand (CD + Bonus-DVD) … am Coverartwork – welches ich ziemlich fett finde – erkennt man bereits, dass Avantasia irgendwie erwachsener geworden ist, und das Fantasy-Klischee ein wenig abgelegt hat … aber soviel nur zum “Äußeren”, denn auch bei Musik kommt es natürlich hauptsächlich auf das “Innere” an … was steckt also drin, im edlen Design?
… also: CD in den Player und los geht’s …
1. Twisted Mind
Hmm, Twisted Mind hätte man nicht als Opener erwartet und schon garnicht auf einer Avantasia-CD … etwas untypisch, und ein wenig düster. Roy Khan von Kamelot gibt sich hier die Ehre und das Stück ist maßgeschneidert für ihn … hätte auch auf einer Kamelot-CD Platz gehabt … braucht ein paar Durchläufe, ist gut und passt ins Gesamtkonzept, gehört für mich aber nicht zu den Highlights.
2. The Scarecrow
Spätestens bei den ersten Tönen des Titeltracks “The Scarecrow” wird mir klar, dass Avantasia definitiv zurück ist, und besser als jemals zuvor! Laut Tobi Sammet selbst ist The Scarecrow der beste Song, den er je geschrieben hat, für mich ist es zumindest das Highlight des Albums. Sehr geiles – etwas keltisch angehauchtes – Intro, super Gesangsarbeit von Tobi Sammet und Jorn Lande, Wahnsinns-Ohrwurm-Chorus … hier kommt Avantasia-Feeling auf … und nach dem ersten Durchlauf hängt The Scarecrow schon fest im Gehörgang ;-)
3. Shelter From The Rain
Ach Du scheisse … hier kommt vom ersten Ton an einfach nur gute Laune auf! Schnell, melodiös, Hammer Refrain, kurz: Ohrwum-Alarm! Hier ist unter anderem Michi Kiske am Start und gibt dem Song mit seiner Stimme das gewisse Etwas! Mehr davon, bitte!
4. Carry Me Over
Mit Carry Me Over wird’s dann erstmal etwas ruhiger … schöne Rock-Ballade (die, wenn sie von Bon Jovi wäre, mit Sicherheit ganz oben in den Charts landen würde).
5. What Kind Of Love
… und direkt im Anschluss folgt die 2. Ballade des Albums, die für Avantasia-Verhältnisse zwar etwas ungewöhnlich ist, aber trotzdem sehr gut ins Konzept passt. Mit Amanda Sommerville ist hier eine Frau am Gesang … erinnert mich irgendwie an irgendeinen Soundtrack.
6. Another Angel Down
Kannte ich bereits von der Single “Lost in Space” … mit Tobi Sammet und Jorn Lande am Gesang auch einer der starken Songs des Albums, nicht so schnell wie “Shelter From The Rain”, geht aber trotzdem gut ab und versprüht ebenso gut Laune! (Gehört übrigens auch zum festen Repertoire auf meinem iPod, den ich beim Laufen immer dabei habe)
7. The Toy Master
Bei The Toy Master gibt sich niemand Geringerer die Ehre als Rock-Legende Alice Cooper. Zuerst dachte ich: hmm, naja, irgendwie nicht so toll … etwas düster und naja, irgendwie ungewöhnlich … nach einigen Durchläufen erschließt sich einem aber dann auch diese Nummer und ist durchaus sehr gut, gehört aber dennoch nicht zu meinen Favoriten
8. Devil In The Belfry
Reiht sich nahtlos ins Konzept ein, und steht “Shelter From The Rain” und “Another Angel Down” in nichts nach: Mid-Tempo-Strophen, schneller, melodiöser Refrain … Ohrwurm-Garantie!
9. Cry Just A Little
Wie der Name schon erahnen lässt, die dritte – und auch letzte - Ballade des Album. Wunderschön, gefühlvoll, super schöner Refrain … gehört für mich zu Tobi’s besten Balladen … aber dass er das kann, wissen wir ja ;-)
10. I Don’t Belive In Your Love
Nein, das ist keine Ballade – auch wenn der Name so klingt! Ganz im Gegenteil: hier geht’s nochmal gut zur Sache … würde ich als schnelle Rocknummer beschreiben, die – wie auch anders zu erwarten – natürlich sofort ins Ohr geht! Hätte vom Stil her auch auf dem letzten Edguy-Album “Rocket Ride” Platz gehabt.
11. Lost In Space
Uiuiui … für “Lost In Space” musste Tobi sich ja mächtig Haue einholen, ihm wurde vorgeworfen, zum deutschen Bon Jovi zu mutieren und zu kommerziell zu werden. Naja, der Song ist halt ne typische Single-Auskopplung: einfach strukturiert, damit ihn jeder versteht … Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Gitarrensolo, Refrain … und er hat das Zeug für die Charts, aber ich denke mir: warum denn nicht, denn der Song ist gut! Schöner Abschluss des Albums, und ins Konzept passt er auch!
Alles in allem hat sich ”The Scarecrow” gegenüber den beiden Vorgängeralben irgendwie schon stark verändert, bleibt dabei aber seinen Wurzeln trotzdem treu, denn – warum auch immer – man hört einfach, dass es ne Avantasia-CD ist. Was genau das Rezept ist, kann man eigentlich garnicht genau ausmachen, aber das ist auch nicht wichtig, denn die Hauptsache ist: das Album schafft es, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und einen Ohrwurm nach dem anderen in meine Gehörgänge zu fressen! Also: Note SEHR GUT ;-)
Lediglich die beiden Kracher “Promised Land” und “The Story Ain’t Over” von der Single “Lost in Space” hätten unbedingt noch auf’s Album gemusst, die sind zu schade, um auf ner Single zu vergammeln …
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