Frisch erholt sind wir zurück von Mallorca.
Die eigentliche Reise fing für uns schon am 30. September an (1. Oktober -> Abflug). Nachdem die Koffer gepackt waren und wir noch verfolgt hatten wie die deutschen Damen Weltmeister wurden ;-) gings los in Richtung Köln. Wir hatten uns vorgenommen den Vorabend-Check-In zu nutzen und in der Wohnung von Alex’s Bruder in Troisdorf zu übernachten. Somit konnten wir doch ein paar Stunden schlafen, bevor wir um 3 Uhr nachts an den Flughafen mussten.
Pünklich und ohne Zwischenfälle gings auf nach Mallorca, mit 2 Stunden Flugzeit ist man ruck zuck da. Am Flughafen von Palma hat dann Neckermann noch ein kleines Verwirrspiel mit uns veranstaltet. Erst nach dem 3. Mal Nachfragen konnten wir mit der richtigen Busnummer unseren Bus zum Hotel auf dem Riesen-Parkplatz aufspüren. Im Hotel angekommen konnten wir unser Zimmer leider noch nicht beziehen, da das Hotel voll ausgebucht war. Allerdings durften wir dann im Hotel noch frühstücken (unser 3. Frühstück an diesem Tag) Das Wetter war super, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und schön warme 25°C,
Nachmittags lümmelten wir dann endlich am Pool in der Sonne … die sorgenfreie Zeit konnte beginnen ;-)
Manchmal finde ich es wirklich erstaunlich wie wenig Gedanken man sich in so einem Pauschalurlaub machen muss, aber die wenigen Entscheidungen die man zu treffen hat fallen nicht immer leicht ;-) Ein paar Beispiele: was zieh ich heute an, gehen wir an den Strand oder zum Pool, was ess ich heute Morgen oder Abend … dass will alles wohl überlegt sein!
Das Essen im Punta Reina (so hieß das Hotel) konnte sich sehen lassen. Morgens und abends erwartete uns ein reichhaltiges Buffet, frei nach dem Motto es gibt “fast” nichts, was es nicht gibt (wir wollen ja mal auf dem Teppich bleiben ;-)
Einmal pro Woche konnte man zudem abends ein mallorquinisches Buffet mit allerlei Köstlichkeiten der heimischen Küche genießen.
Das Hotel verfügt über 2 Pools und ein Schwimmbad mit ausreichend Liegen und Sonnenschirmen. Die Liegen waren leider etwas zu hart (Vollkunststoff) und konnten nicht verstellt werden, was das Lesen erheblich erschwert hat (egal wie man sich hinlegt, alles ist irgendwie unbequem). Links und Rechts vom Hotel gab es die beiden gut zu erreichenden Badebuchten Cala Romantica und Cala Mandia mit wunderschönem, türkisblauem, glasklarem Wasser und tollem Strand.
Stellt sich jetzt die Frage … was macht man so den ganzen Tag auf einer Liege am Strand oder Pool?!? Ganz einfach … lesen, zwischendurch im Wasser abkühlen, trocknen und weiterlesen ;-) In 12 Tagen haben wir diesmal 4 Bücher regelrecht verschlungen.
Aber nur Faulenzen geht natürlich auch nicht … auf Mallorca gibt es jede Menge zu entdecken! Also haben wir mal etwas neues probiert und uns für 3 Tage einen Mietwagen organisiert. Bekommen haben wir eine Chevrolet ”Matiz” (unser Chevy), klein aber für die mallorquinischen Straßen genau das richtige. 600 km haben wir runtergenudelt und dabei jede Menge Eindrücke gesammelt:
Am 1. Tag gings Richtung Palma, die größte Stadt auf Mallorca mit ca. der Hälfte der 750.000 Einwohner. Dort muss man unbedingt vor der Kathedrale “La Seu” gestanden und das obligatorische Foto geschossen haben. Des Weiteren haben wir noch die angepriesenen Shoppingmöglichkeiten ausgelotet. Viele kleine ”Gassen” mit Geschäften, wo es allerlei zu erstehen gibt (meiner Meinung nach überwiegend Schuhe ;-).
Von Palma aus fuhren wir Richtung Norden nach Valldemossa mitten hinein ins Tramuntana-Gebirge. Valldemossa ist ein wirklich schönes und sehenswertes Städchen. Von dort aus wollten wir unbedingt Serpentienen fahren, also mitten rein ins Gebierge. Unser Weg führte uns über Deja, Sóller, Fornalutx und Schluss endlich nach Sa Calobra. Serpentienen ohne Ende, wahnsinns Panoramen, unterschiedlichste Landschaften mussten bei unzähligen Fotostops fetsgehalten werden. Sa Calobra hatten wir eigentlich nicht geplant,
allerdings liegt auf dem Weg dorthin der s.g. Krawattenknoten und die schönsten Serpentienenstraßen der Insel auf einer Länge von 12 km. In Sa Calobra stellten wir allerdings fest, was wir bisher noch nicht gesehen hatten … Sackgasse ;-) Also der ganze Spaß nochmal andersrum zurück … Total erschlagen und 230km an diesem Tag gefahren kamen wir ins Hotel zurück.
Der 2. Tag sollte nicht weniger ereignisreich werden. Von unserem Hotel in Porto Cristo Novo gings die Ostküste entlang nach Cala Ratjada, wo wir einen Arbeitskollegen und seinen Kumpel aufgesammelt haben um dann gemeinsam nach Cap Formentor, die nördlichste Spitze Mallorcas, zu fahren.
Das letzte Stück dieser Landzunge war gesäht mit wunderschönen Serpentienen, einer traumhaften Natur und tollen Aussichten. Zuerst haben wir den Weg zum Leuchtturm am Cap erklommen um einen gemütlichen Kaffee zu trinken. Auf dem Rückweg lag dann noch eine Aussichtsplattform mit einem sehr bekannten Postkarten-Panorama, was wir natürlich noch ablichten mussten. Zurück in Cala Ratjada konnten wir dann noch am Strand von Cala Mesquida die Nachmittagssonne genießen.
An unserem vorerst letzten Tag mit Mietwagen führte unser Weg dann in Richtung Süden… Am schönen Strand “es trenc” machten wir diesmal zuerst einen Badestop um auf dem Rückweg noch den südlichsten Punkt Mallorcas mitzunehmen. Der Leuchtturm hier ist leider nicht direkt zugänglich, allerdings kann man rundherum einen schönen Spaziergang machen und unendlich viele kleine Steintürme begutachten. Da wolkenloser Himmel war, konnte man sogar die Insel Cabrera, die südlich von Mallorca liegt, am Horizont erkennen.
Einen bewölkten Tag nutzten wir um mit der “Bimmelbahn” nach Porto Cristo zu fahren und uns die Cuevas del Drac anzuschauen. Die Cuevas del Drac (oder Drachenhöhle) ist die wohl bekannteste und größte auf Mallorca und birgt den größten unterirdischen See der Welt. Einzigster Wehrmutstropfen für uns Fotoverrückte war selbiges Verbotsschild am Eingang. Warum, konnten wir uns erst am Höhlenausgang erklären, dort wurden dann Fotos verkauft (3€ für 10 Stück) … Meine Meinung: Reine Profitgier!
Nach einigen Tagen, die wir faulenzderweise an Pool und Strand verbracht haben, gings am letzten Tag dann nochmal mit einem Arbeitskollegen und seiner Frau die Ostküsten entlang Richtung Süden nach Cala Figuera … dieses kleine Fischerörtchen liegt in einer wunderschönen Bucht und ist vom Massentourismus noch relativ unberührt und war deshalb nochmal ein kleines Highlight. Nach einem ausgiebigen Spaziergang machte uns der einsetzende Regen leider einen kleinen Strich durch die Rechnung, aber nichts desto trotz sollte man sich das nicht entgehen lassen.
Abschließend noch ein kurzes Fazit…
Mallorca ist eine sehenswerte Insel, der Punta Reina Club ein schönes Hotel mit gutem Service allerdings etwas abgelegen. Im Oktober werden wir wohl nicht mehr hinfliegen, da das Wetter für unseren Geschmack etwas zu unbeständig ist, aber alles im allem wieder mal ein TOP-Urlaub!
