
Heute war definitiv der härteste Tag! An der Kondition lags aber noch nicht mal unbedingt. Heute wars der Kopf, der nicht richtig wollte und einem das Leben schwer gemacht hat – und ich glaube ich spreche für uns alle.
Von Santa Caterina mussten wir über den Gavia-Pass auf über 2700m, was bedeutet dass wir mal wieder 800hm am Stück eine asphaltierte Passstraße am Stück erkurbeln mussten um dann auf der anderen Seite des Berges etwa 1000hm ins Tal zu donnern … Soweit alles kein Problem, aber worauf keiner von uns Lust hatte war der anschließende Anstieg über grobe Schotterserpentienen auf den etwas 2500m hohen Montozzo (von uns auch liebevoll Montkotzo genannt). Toll war aber, dass wir als Gruppe die Höhenmeter mit etwas Galgenhumor dann Stück für Stück abgearbeitet haben. Als Entschädigung gabs einen super Panoramablick ins immer tiefer werdende Tal und das etwas späte Mittagessen. Anschließend hieß es nochmal 100hm auf den Montozzo schieben, wobei ich mich gefragt habe welcher normale Mensch hier sein Fahrrach hochschiebt, weil sausteil! Naja vom Montozzo runter gings über eine super Trail der zunehmend anspruchsvoller wurde, sich allerdings viel besser fahren ließ als der Fimberpass am 2. Tag. Hier hat man gemerkt, dass wir auch fahrtechnisch auf der Tour dazugelernt haben … sowas wäre ich vor einer Woche noch nicht gefahren. Und gratis mit dazu gabs wieder mal nen super Blick, diesmal auf den türkisblauen “irgendwas Pilu” (den genauen Namen des Stausees, der übrigens auf dem Bild zu sehen ist, habe ich vergessen). Im Tal gings dann nochmal 30km bergab nach Dimaro, die sich gut rollen ließen ;-)
Bilanz heute: etwa 2000hm, 75km, Motivation kurz vor dem Montozzo auf dem Gefrierpunkt, jetzt aber wieder voll vorhanden, denn morgen gehts zum Gardasee ;-)
5. Etappe: Santa Caterina – Dimaro
-> Anmerkung der Redaktion: … der Stausee heißt übrigens “Lago Pian Palu” ;-)